Entwicklung von Partnerschaften und Projekten zur Umsetzung der Donaustrategie
Die Umsetzung der Donaustrategie bedarf intensiver Kommunikation. Es gilt, eine Vielzahl von Einzelvorhaben zu einem sinnvollen, effizienten und nachhaltigen Gesamten zusammenzuführen. Der Marktplatz Donauraum bot beim Steinbeis-Tag Akteuren aus Baden-Württemberg und Rumänien die Plattform zur Absprache und Abstimmung konkreter Aktionen.
Zu beachten ist, dass Fördermittel in erheblichem, aber auch nötigen Umfang vorwiegend in Südosteuropa zur Verfügung stehen. Die im Förderzeitraum bis 2013 auszuführenden Projekte müssen deshalb gerade dort wirken. Auf dem Marktplatz Donauraum erfuhren die Besucher, welche Projekte gewünscht und gebraucht werden. Unser Anliegen war und ist, möglichst vielen Institutionen und Unternehmen aus Baden-Württemberg Zugang zu den Projekten in Südosteuropa zu verschaffen. Dazu brachten wir auf dem Marktplatz Donauraum Nachfrage und Angebot zusammen.
Unter den Gästen: Leiter und Vertreter dreier rumänischer Regionalentwicklungsagenturen. Diese Gäste sind für Wirtschaftsförderung auf gut 50 % der Fläche Rumäniens verantwortlich. Ihre Interessen sind breit gefächert: sie richten sich auf die sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien, den Aufbau des dualen Berufsschulwesens, die Entwicklung der Kreativwirtschaft sowie die Förderung des ländlichen Tourismus - allesamt Stärken Baden-Württembergs. Auch die mit großen Erwartungen angereiste wissenschaftliche Direktorin des rumänischen Krebsforschungsinstituts fand unter den Besuchern der Ausstellung passende Gesprächspartner. Aurel Dumitru, Bürgermeister der am weitesten östlich gelegenen Donaustadt Sulina, erzählte stolz von der 1856-1939 in seiner Stadt ansässigen Europäischen Donaukommission. Am Beispiel Sulinas soll bald gezeigt werden, wie Tradition, Natur und Wirtschaft zu vereinen sind: Sulinas Schwarzmeer- und Donauhafen wird „grün“. Dass zugleich die Warenumschlagskapazitäten enorm gesteigert werden sollen ist prinzipiell ein Widerspruch. Die auf dem Marktplatz durch das Donau-Zentrum zusammengeführten Experten aus Rumänien und Baden-Württemberg werden auch dazu Lösungen finden.
Prof. Puscas, noch vor wenigen Jahren Verhandlungsführer Rumäniens für den EU-Beitritt, zeigte sich von dem bei Steinbeis praktizierten Transfermodell zu tiefst beeindruckt. Jetzt soll das Erfolgsmodell aus Baden-Württemberg nach Rumänien übertragen werden. Aus Cluj-Napoca stammend, würdigte Prof. Puscas auch das Engagement der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Professoren aus Geislingen lehren mittlerweile regelmäßig in Cluj-Napoca.




